Nachbericht ‚Kultur in den Häusern‘ 2018 !

In Forstmehren öffneten die Häuser ihre Türen

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr wurde auch dieses Jahr an Muttertag wieder zur „Kultur in den Häusern“ nach Forstmehren eingeladen.

Aus Wohnzimmern, Wintergärten oder Carports wurden erneut einmalige Schauplätze für Musik, Fotografie, Kunsthandwerk, Lesung, Gesang und Tanz !

Eröffnet wurde der Tag im Mehrbach-Restaurant vom Forstmehrener Bürgermeister Harald Gollek. Nach einem herzlichen Grußwort und großem Dank an die vielen ehrenamtlichen Kulturschaffenden, übergab der Ortsbürgermeister an Peter Mahnke, der ab dort gekonnt mit Anekdoten und Informationen zum Programm den Tag von Haus zu Haus begleitete.

Das Duo Sigonda begrüßte seine Gäste mit vielfältigen, internationalen  Akkordeonklängen und lud zum Mitsingen ein.

Schon eine Stunde später fand man sich in der Musik-Kuppel wieder, in der das virtuos improvisierte Zusammenspiel von Thomas Kagermann an der Geige und Mariann Backa am Flügel das Publikum zum spontanen Tangotanz animierte…

Am frühen Nachmittag unterhielt das Kasper-Theater von Elisabeth Bahlo und Helmut Vollmer mit einer Geschichte zum Muttertag die Kleinen und Großen,

während im Haus gegenüber bereits die ganze Welt der Edelsteine von Ottilie Müller zu entdecken war.

Bei Waltraud Therhaags Lesung im vollbesetzten Wohnzimmer bekamen die Zuhörer Denkanstöße und Inspirationen zum Thema „Einfach leben, wie geht das?“

Trotz des strömenden Regens wurden einige Häuser weiter an einer Wildwiese Pflanzen eingesammelt ….

…  und Kräuterfrau Klaudia Hoffmann erzählte anschließend im Wintergarten  von Elisabeth und Ernst Bahlo über die heilsame Wirkung der bekannten und vor allem auch unbekannten Wildkräuter, die vor unseren Haustüren wachsen.

Zur Stärkung lohnte sich ein Besuch bei der 2CV-Flammerie von Familie Kröll, die eine sehr leckere Auswahl an frischgebackenen Flammkuchen vom Buchenholzfeuer anboten.

Auf dem Weg dorthin konnte man ‚live‘ Handwerkskunst mit Holz oder sogar mit Eisen bewundern: Schreinermeister Frank Seifen aus Oberirsen erzählte

über seine Kurswerkstatt und drechselte dazu vor den Augen der Besucher Glückspilze aus Birkenholz für die zahlreichen Interessierten.

Gegenüber faszinierte  – wie schon letztes Jahr – der Forstmehrener Metallbildner Patrick Pütz mit seinen Schmiedearbeiten.

Die ausgestellten Werke beeindruckten ebenso wie das Zusehen während der Arbeit des Schmieds, der das rot glühende Metall vor den Augen aller mit dem Schmiedehammer formte. Auch Matthias Helbig schmiedete kräftig mit.

Ein weiteres Highlight des Tages fand im proppenvollen Zirkuswagen von Hildegunde Stamm statt: Das „Duo Feschmir“ gastierte dort und unterhielt die

Besucher mit Akkordeon, Geige und Gesang. Robert Haas aus Mehren und Thomas Kagermann aus Forstmehren sind zweifelsfrei DAS Duo Feschmir !

Am Zirkuswagen konnte man so inspiriert auch selbst zum Künstler werden und sich an der Arbeit mit Speckstein ausprobieren.  Oder einfach nur die selbstgemachten Wäller-Reibekuchen probieren….

Freunde der Malerei bekamen im Zirkuswagen ebenfalls Einiges zu sehen, und bei einer eigenen Foto-Ausstellung im Tonstudio am anderen Ende des Dorfes beeindruckten großformatige Bilder zum Thema „Kathedralen“.

Vor Ort geschossen, farblich nachbearbeitet und auf Fotopapier gedruckt – alles aus einer Hand – von Peter Rüsing aus Forstmehren.

Während Peter Mahnke in einem Wohnzimmer Gedichte & Balladen von z.B. Schiller und Goethe lebendig werden ließ, wurde sich im Haus von Helmut Vollmer über Erfahrung und Wirkung von Meditation ausgetauscht.

Am Nachmittag füllte sich bereits das nächste Wohnzimmer mit zahlreichen Besuchern, um dem JuniChor, geleitet von der Berliner Musikerin Simone Reifegerste, zu lauschen und bei bekannteren Liedern ebenfalls begeistert mehrstimmig mitzusingen.

Zum Ende des Tages lud die Canto-MitSing-Karawane aus Potsdam  im Tonstudio von Tom Dams die Gäste zum gemeinsamen Singen ein.  Unter der Leitung von Anke Bolz, mit Unterstützung von Juan Mesa aus Gomera und Mikes Lücker aus Seelbach gab es von und mit allen Anwesenden „Lieder für die Nachbarschaft“ – ein schöner Abschluss.

Die vielen Eindrücke des Tages konnten im Anschluss beim gemeinsamen Ausklang am Lagerfeuer ausgetauscht werden.

Trotz des regnerischen Wetters kamen wieder viele begeisterte Besucher nach Forstmehren und nach so viel positiver Resonanz wird es auch 2019 wieder „Kultur in den Häusern“ in Forstmehren geben.

 

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