Kultur in den Häusern 2019 – Danke, es war toll !

Zum bereits dritten Mal fand in Forstmehren die alljährliche ‚Kultur in den Häusern‘ statt. Am Sonntag, den 12. Mai war zum Muttertag pünktlich auch die Frühlingssonne erschienen, was sich sichtlich auf die gute Laune der zahlreichen Besucher auswirkte. Auch das Programm zeigte sich nochmals umfangreicher als schon die Jahre zuvor.

Zur Eröffnung im Zirkuswagen von Hildegunde Stamm und Uwe Holfert an der Mehrbachstraße 7 begrüßte Ortsbürgermeister Harald Gollek unter großem Applaus die Gäste und eröffnete den Kulturtag. Es folgte ein enorm gefühlvolles Konzert des Trios ‚Melange‘, die mit französischen Chansons auf höchstem Niveau begeisterten und mehr als einen Hauch von Paris ins frühlingshafte Mehrbachtal wehten.

Der Applaus wollte nicht enden, doch das reichhaltige Programm hatte ja gerade erst begonnen.

Und der Zirkuswagen hatte noch mehr zu bieten: Eine Kunstausstellung mit Gemälden und Objekten von Hildegunde Stamm, die auch ‚Speckstein feilen für Jung und Alt‘ anbot. So konnte sich, wer wollte, unter fachkundiger Anleitung selbst als Künstler am Speckstein versuchen.

Später wurden sogar noch frische selbstgemachte Wäller-Reibekuchen mit Apfelmus angeboten – ein traumhafter Platz für die Eröffnung von ‚Kultur in den Häusern‘.

Ottilie Müller hielt im Wohnzimmer der Mehrbachstraße 3 einen Vortrag über ‚Die Kraft der Edelsteine‘, den die Besucher selbst persönlich nachempfinden konnten, denn es gab eine ganze Ausstellung verschiedenster Edelsteine zu bewundern – und auch anzufassen.

Die Zeit flog nur so dahin, und schon folgte die öffentliche Vorführung der ‚Flow-Painting‘ -Technik durch Herrmann Hatzfeld aus Forstmehren, der mit seiner farbenfrohen Acryl-Mischtechnik anschaulich demonstrierte, wie man selber zum Künstler wird, ohne den Pinsel schwingen zu müssen. Unter den begeisterten Blicken der Besucher entstanden gleich zwei Kunstwerke auf Leinwand.

Cora Büsch – spontan verstärkt durch Thomas Kagermann mit der Violine – hatte ihre Harfe im Wohnzimmer der Mehrbachstraße 18 aufgebaut. Andächtig lauschten die Besucher ihren wunderbaren Märchenerzählungen zum Klang der Harfe, die alle in ihren Bann zogen.

Wer noch verweilte, konnte dort auch die Aquarellbilder von Kira Kupfer bewundern, von der sicher in Zukunft noch Einiges zu erwarten ist.

Begeisterter Applaus auch hier – und höchste Zeit, sich mit frischem Flammkuchen aus dem Buchenholzgrill zu stärken.
Das konnte man vor den Toren der Mehrbachstraße 24. Michael Bahlo und sein Team hatten für die 2CV-Flammerie den Platz zur Verfügung gestellt und mit Strom und Wasser versorgt. Die zum Flammkuchenmobil umgebaute ‚Ente‘ des Ehepaar Kröll aus Asbach war den ganzen Tag über ein Anziehungspunkt für Jung und Alt. Man aß, trank und beriet über die nächste kulturelle Attraktion, die es noch zu entdecken gab.

Als Strassenmusiker Leon Stamm mit seinem Akkordeon die Gäste zusätzlich mit frühlingshaften Weisen verwöhnte, war die französische Atmosphäre einfach perfekt.

Wer stattdessen lieber selbstgemachte frische Waffeln genießen wollte, konnte dies bei Iwona und Harald Gollek am Kuhweg 24 tun. Dazu am, von Christine Lanzendörfer initiierten, Bücherflohmarkt stöbern, ein altes Schätzchen günstig ergattern oder sich von einem interessanten Buchtitel bei strahlender Sonne einfach inspirieren lassen.

Der Forstmehrener Metallbildner Patrick Pütz hatte am Mittelweg 2 wieder seine beliebte Schauschmiede geöffnet. Gemeinsam mit Matthias Helbig wurde das glühende Metall vor aller Augen bearbeitet. Man konnte sich gleichzeitig in lockeren Gesprächen mit den Künstlern informieren und erlebte dabei live, wie z.B. moderner Gartenschmuck entsteht.

Unter anderem wurden kleine ‚Kultur-Häuser‘ aus Metall gefertigt, die den teilnehmenden Aktiven aus anderen Gemeinden symbolisch als Dank und Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Beitrag verliehen wurde.

Aber Metallbildner Patrick Pütz hatte in seiner Werkstatt auch noch Platz für einen weiteren Künstler-Kollegen:

Unter den Augen der Zuschauer arbeitete Friedhelm Zöllner aus Oberirsen direkt neben der Schmiede an seinen Holzskulpturen, von denen er eine ganze Ausstellung mitgebracht hatte.

Durch den Titel ‚Betriebsgeräusche der Seele‘ wurde ein wunderbarer Kontrast nicht nur zwischen den Materialien ‚Holz‘ und ‚Metall‘, sondern auch zwischen den Arbeitsgeräuschen und natürlich den finalen Formen der jeweiligen Kunstwerke sichtbar.

Ganz andere Kunstwerke gab es bei Roland und Kai Oppermann in der Mehrbachstraße 23 zu bestaunen:

Die Ausstellung ‚Kult-Mofas der vergangenen Jahre‘ faszinierte ebenfalls etliche Besucher und lud sofort zum Fachsimpeln ein. Zahlreiche, liebevoll restaurierte und fahrtüchtige Mofas und Mopeds aus den letzten Jahrzehnten erstrahlten im hellen Sonnenlicht und ließen die Erinnerung alter Zeiten sofort lebendig werden. Kai ließ es sich bei so viel Zuspruch nicht nehmen, selber die eine oder andere Vorführ-Fahrt zu veranstalten.

Am Nachmittag war es Zeit für ‚Feschmirer Geschichten bei Kaffee und Kuchen‘: Im ‚Mehrbachstübchen’ am Kuhweg 1 konnte man sich, gemütlich sitzend, über die dörfliche Vergangenheit austauschen, klönen und über die Dorf-Kultur diskutieren.

Bei Elisabeth und Ernst Bahlo am Kuhweg 18 verwandelte sich der Wintergarten in eine spannende Szene aus dem Mittelalter.

Elisabeth Bahlo, Claudia Bahlo-Nickel, Stefanie Bahlo, Irmgard Thiebus und Michael Peter empfingen die Besucher in mittelalterliche Gewänder gekleidet und zeigten alte Handwerkstechniken. Zu bestaunen gab es Webrahmen in verschiedenen Formen und für verschiedene Zwecke, handgemachte Webgürtel, Topflappen und Socken. Wie man aus der gekämmten Rohwolle einen gesponnen Faden bekommt, führte Claudia beim geschickten Umgang mit der Handspindel vor.

Weiter ging es im Wohnzimmer Am Mühlengraben 4 bei Waltraud Therhaag. Ihre Lesung zum Thema ‚Einfach leben – Wie geht das?‘ war spannend und überraschend zugleich.

Es wurde noch weiter diskutiert und sich ausgetauscht, doch wer zu einem weiteren Vortrag wollte, musste bald aufbrechen.

Der Forstmehrener Helmut Vollmer hatte ebenfalls wieder eingeladen – An der Hünselnheck 4 war sein Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde zu hören: ‚Gesundheitskompetenz bzw. der mündige Patient‘. Er wusste aus großem Erfahrungsschatz zu schöpfen und hatte zum Thema einen ganzen Literaturtisch für die Besucher vorbereitet.

Nach so viel Theorie wurde es wieder Zeit für Musik und Bewegung: Das beliebte ‚Duo Feschmir‘, bestehend aus Robert Haas (Mehren) und Thomas Kagermann (Forstmehren) spielte in der Kagermann’schen Musikkuppel am Kuhweg 38 auf. Der kugelrunde Raum, in Lehm und Stroh gebaut, ist an sich schon eine Attraktion – optisch wie akustisch.

Und Akkordeon und Violine ließen darin Hit auf Hit folgen – das ‚Duo Feschmir‘ ist seit Jahren einfach der Renner im ganzen Mehrbachtal, und das wurde auch entsprechend gefeiert.

Im Tonstudio von Tom Dams im Kuhweg 36 gab es tagsüber gleich zwei Ausstellungen zu bewundern:

Peter Rüsing aus Forstmehren stellte dort seine großformatigen Fotos unter dem Titel ‚Wir Hier‘ aus. Authentische Westerwälder Portraits und Stilleben auf hohem Niveau, allesamt selber fotografiert, digital entwickelt und gedruckt.


Ein weiterer Raum beherbergte die Legespiele von Matthias Kumpernass aus Seelbach. Der Spieleverleger der ‚F-Hein-Spiele‘ führte selber vor, animierte zum Mitspielen und fand damit großen Zuspruch.

Der Tag fand im Tonstudio auch seinen würdigen Ausklang – mit dem Konzert der Formation ‚KlarAkkord‘. Kerstin Fischer an der Klarinette, Eckhard von Osten-Sacken als Sprecher und Robert Haas am Akkordeon boten eine sehr professionelle und feinfühlige Mischung aus Klezmer-Musik und jüdischen Geschichten.

Erzählungen und Bonmots wechselte sich immer wieder mit passenden Liedern ab. So hing man den Gedanken und Bildern nach oder ließ sich von Rhythmus tragen. Auch hier gab es großen Applaus am Schluss und Veronika Lanzendörfer von ‚Kultur in den Häusern‘ überreichte den drei Nicht-Forstmehrener Künstlern von ‚KlarAkkord‘ ihre kleinen ‚Kultur-Häuser‘, geschmiedet von Metallbildner Patrick Pütz.

Ein Riesen-Kompliment an alle Beteiligten, Aktiven, Macherinnen und Mit-Macher! Die zahlreichen Besucher kamen aus dem gesamten Kreis; aus Rheinland und Ruhrgebiet. Und alle staunten über die enorme Vielfalt ‚in so einem kleinen Dorf’, wie es meist genannt wurde. So viele verschiedene Attraktionen; allesamt mit viel Herzblut, selbstgemacht und zum Mit-Erleben angeboten – das ist einfach etwas Besonderes. Viele kamen als Fans und ‚Wiederholungstäter‘, denn sie waren schon 2018 und manche auch 2017 bei ‚Kultur in den Häusern‘. So ist der gute alte Muttertag bei den Freunden dieser Veranstaltung schon fest reserviert für’s nächste Mal.

Meistgehörtes Fazit des Tages: Forstmehren mit seinen 150 Einwohnern könne wirklich stolz sein, eine solche enorm vielschichtige, kreative und dabei handgemachte Veranstaltung ‚mit Seele‘ präsentieren zu können. Die vielen helfenden Hände im Hintergrund, die Organisatoren und die teilnehmenden Haus-Besitzer arbeiten alle genauso ehrenamtlich wie die zahlreichen Künstler, Musiker und Aussteller, die sich alle sehr wohl fühlten in Forstmehren und gerne zur ‚Kultur in den Häusern‘ beitrugen. Ihnen allen ist zu danken – und auch dem Publikum, was die Veranstaltung durch ihren Zuspruch erst zu dem macht, was sie ist.

Programm+Lageplan Kultur in den Häusern 2019

Nach der großen Resonanz in den letzten Jahren freuen wir uns, auch dieses Jahr – über den ganzen Tag verteilt – verschiedene kulturelle Angebote in unseren Häusern in Forstmehren zu präsentieren.

Hier gibt es dazu das Programm als Pdf-Flyer zum Download (Klick öffnet neues Fenster)

Foto: Peter Rüsing

Kultur ist alles, was wir selbst erschaffen oder ein Wissen, das wir vermitteln möchten. So ergibt sich eine bunte Mischung aus Musik, Handwerkskunst, Literatur, Ausstellungen und Vielem mehr.

Das ist Kultur zum Anfassen und Mitmachen für Jung und Alt. Werden Sie selbst zum Künstler mit Speckstein, erleben Sie die Mofakultur der 70er und 80er Jahre oder lassen Sie sich vom Schauschmieden begeistern.

Der Spaß an der Sache, und die verschiedenen Häuser im Dorf als kleine Kulturbühnen zu nutzen, ist hierbei das Besondere.

Wir freuen uns schon jetzt auf zahlreiche Besucher !

KidH 2019 – Programm und Lageplan

Programm ‚Kultur in den Häusern‘ 2019 wächst !

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Sonntag, den 12. Mai 2019 (Muttertag) wird in Forstmehren zum bereits dritten Mal die ‚Kultur in den Häusern‘ stattfinden. Die Planung des neuen Programms 2019 läuft inzwischen auf Hochtouren und wir sind begeistert über den enormen Zuwachs an Ideen, Mitarbeit und kulturellen Attraktionen !

Auch dieses Jahr werden wir -über den Tag verteilt- verschiedene Angebote präsentieren. Der Eintritt ist frei! Es sind wie immer alle eingeladen, etwas zu zeigen, einen Raum im Haus zur Verfügung zu stellen – oder als Gast und Nachbar einfach mit dabei zu sein!

Das finale Programm  wird an dieser Stelle zu sehen sein, sobald es fertig gestellt ist.  Ein -selbstverständlich freiwilliger- Fototermin mit allen Beteiligten  ist für den 03.03. um  12:00 in der Mehrbachstrasse 7 (Zirkuswagen) angesetzt. Je bunter, desto attraktiver – also kommet zuhauf !

Kultur ist alles, was wir selber schaffen. Und weil gesellige Gesprächsrunden eine weitere Form der Kultur sind, wird es dieses Mal einen ,Stammtisch‘ mit Kaffee und Kuchen für unsere alteingesessenen Forstmehrener geben – denn auch die erlebten Geschichten aus dem Dorf sind Teil unserer Kultur. Auch ein Bücherflohmarkt ist in Planung – wer also eine Kiste mit alten Büchern loswerden will, hat hier die Gelegenheit (bitte frühzeitig anmelden!)

Es wird auch 2019 nicht darum gehen, was besser oder spektakulärer ist, sondern was Spass macht und uns allen gut tut. Die verschiedenen Häuser im Dorf als kleine Kulturbühnen zu nutzen, ist das Besondere. So empfanden es auch zahlreiche Besucher in den letzten Jahren, die oft auch von weit weg nach Forstmehren fanden.

Weitere Informationen (und Anmeldung für den Bücherflohmarkt) unter 02686 – 8327 oder per Email: kidh@forstmehren.de

Viertes Adventssingen – und guten Rutsch ins neue Jahr !

Zum vierten Mal in diesem Jahr trafen sich etliche singbegeisterte Forstmehrener am Adventssonntag. Gemeinsam zog man winterlich eingepackt ein letztes Mal los, um den nicht mehr ganz so mobilen Mitbewohnern im Dorf ein weihnachtliches Ständchen nach Hause zu bringen.

Zu den begleitenden Klängen des Akkordeons von Hildegunde Stamm wurden traditionelle Weinhachtslieder angestimmt, die allen in der gemütlich-romantischen Stube das Herz erwärmten. Die hocherfreuten Bewohner liessen den kleinen Adventschor kaum wieder ziehen und bewirteten ihn mit selbstgebackenen Plätzchen und heissem Glühwein. So gestärkt machte man sich schliesslich noch an ein gemeinsames Abschlussfoto, um dann den Abend im Mehrbachstübchen gemütlich ausklingen zu lassen.

 

Noch bevor im Mehrbachstübchen die warme Stärkung auf den Tisch kam, wurden erneut verscheidene Weihnachtslieder gesungen – es ist einfach immer wieder ansteckend und macht allen grossen Spass.  So freuen wir uns schon jetzt auf die Neuauflage des Adventssingens in 2019 und wünschen allen grossen und kleinen Forstmehrenern frohe Festtage – und einen guten Rutsch ins neue Jahr !

 

 

Erstes Adventssingen – Und unser Weihnachtsbaum steht !

Eine fröhliche Runde eifriger Weihnachtsbaumschmücker fand sich am regnerischen ersten Advent an der Forstmehrener Bushaltestelle ein.                Schon früh erklang ein Akkorden mit weihnachtlichen Melodien. Für die Kleinen stand heisser Kakao, und für die Grossen heisser Glühwein bereit.     Der diesjährige Schmuck für den Weihnachtsbaum bestand aus bunten Samenbeuteln, Meisenknödeln, Körnern, Zapfen und ähnlichen Objekten,      die den heimischen Vögeln im Winter als Nahrung dienen können.

Bereits am Samstag war der Baum schon von fleissigen Händen aufgestellt worden, so dass recht bald die Lichterketten und der Christbaumschmuck aus Winterfutter hübsch angebracht waren.

Um 17:00 war es dann fast schon dunkel, und zusammen mit einigen neu Dazugestossenen verwandelte sich der Kreis der Wehnachtsbaum-Schmücker in einen singbegeisterten Adventschor. Das Akkordeon begleitete unseren Weg, und schon bald wurden an der ersten Haustüre Halt gemacht.  Für unsere älteren Forstmehrener, die nicht so gut zu Fuss sind, sang der Chor draussen vorm Haus eine kleine Sammlung schöner alter Weihnachtslieder.

Textblätter waren reichlich vorhanden, so dass jeder mitmachen konnte. Auch die wiederkehrenden Regenschauer konnten den Adventschor nicht davon abhalten, noch ein weiteres Haus aufzusuchen. Auch hier wurden wieder -von Regenschirmen geschützt- einige der alten Weihnachslieder gemeinsam gesungen.

Nach herzlicher Verabschiedung mit allseits besten Wünschen für eine schöne Adventszeit wurde schliesslich der Weg ins Mehrbachstübchen angestrebt. Dort versammelte man sich ein letztes Mal, um nach dem schönen Nachmittag eine warme Stärkung  zu sich zu nehmen.

So ging ein regnerischer, aber dennoch vorweihnachtlicher Adventssonntag zu Ende. Zum nächsten Adventssingen am Sonntag, den 09.12. sind wieder alle herzlich eingeladen, dabei zu sein. Treffpunkt ist dann wieder um 17:00 am Mehrbachstübchen.

 

 

Adventssingen und Weihnachtsbaum-Schmücken 2018

Nachbarschaftiches Adventssingen in Forstmehren

Aufgrund der positiven Resonanz -und auch, weil es letztes Mal so schön war- wollen wir dieses Jahr wieder einige unserer langjährigen Dorfbewohner aufsuchen, um gemeinsam draussen vor den Fenstern einige der schönen, alten Weihnachtslieder zu singen.
Jeder kann mitmachen, Textblätter werden gestelt. Wir treffen uns vorher jeweils um 17:00 im Mehrbachstübchen und gehen von dort aus los zum Fenstersingen. Danach wollen wir uns im Mehrbachstübchen wieder aufwärmen und eine kleine Stärkung zu uns nehmen.
Termine sind jeweils die Adventssonntage: 02.12., 09.12., 16.12. und 23.12.

Am Sonntag, den 02.12. um 15:00 wollen wir zusätzlich wieder gemeinsam einen Weihnachtsbaum an der Bushaltestelle in Forstmehren schmücken.      Er wird schon voher von eingen fleissigen Helfern aufgestellt, so dass wir am ersten Advent um 15:00 im Hellen mit dem Schmücken beginnen können. Im Anschluss können wir um 17:00 zu unsem ersten Adventssingen aufbrechen und uns danach im Mehrbachstübchen alle wieder aufwärmen, eine warme
Stärkung zu uns nehmen und gemeinsam den 1. Advent ausklingen lassen.

Gemeindeausflug nach Schloss Freudenberg

(Alle Fotos von Hartmut Kolbe; mit freundlichem Dank)

Am 22. September war es endlich soweit: Der Termin für unseren Gemeindeausflug zum Schloss Freudenberg stand an. Das Wetter war uns tatsächlich gut gesonnen, und die Gruppe reiselustiger Fosrtmehrener traf sich um 9:00 Uhr an der Bushaltestelle, um in den reservierten Bus samt Fahrer einzusteigen. Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüssung durch Ortsbürgermeister Harald Gollek ging es dann auch schon los.

Das gemeinsame Frühstück wurde bereits unterwegs an einem Rastplatz eingenommen, denn die Strecke nach Wiesbaden gestaltete sich doch etwas länger als erwartet. Eine gut vorbereitete, sehr willkommene Reisemahlzeit !

So kamen wir nach einiger Suche gut gestärkt am Vormittag auf Schloss Freudenberg an.

Schon der Weg durch das parkartige Gelände bis zum altehrwürdigen Schloss war ein erstes Highlight: Wir trafen auf Objekte wie etwa eigens gefertigte Sonnenuhren oder auch einen grossen, ausgedienten Reisebus als Behausung für zahlreiche Bienenstöcke.

Viel Spass und Gelächter bereiteten die Balance-Bretter zum Finden des gemeinsamen Gleichgewichts. Verschiedene, zum Teil riesige Klangschalen, die mit Wasser gefüllt waren, luden zum Spielen, Fühlen und Lauschen ein.

Faszinierend zu hören waren auch die Windharfe und der Summstein. Es war spannend zu merken, dass man tatsächlich nicht nur mit den Ohren hört, sondern mit dem ganzen Körper. Einige versuchten sich beim gemeinsamen Partner-Schaukeln mit gegenseitiger Energieübertragung – ebenfalls eine lustige und lehrreiche Erfahrung für jeden, der es ausprobieren mochte.

Je nach Fitnessgrad, Lust und Verfassung teilten wir uns danach für die verschiedenen Attraktionen auf. Wer pausieren wollte, tat das bei einer Tasse Kaffee oder Tee. Im Schloss gab es unterdessen eine interessante Führung durch die Klangräume mit den unterschiedlichsten Klangschalen aus Granit, Gongs aus Metall und anderen schwingenden Objekten.

Das Hören mit dem ganzen Körper erfuhren wir durch Hinlegen, so dass wir von den Schwingungen der verschiedenen Känge überall berührt wurden. Wer wollte, schloss die Augen und tauchte tief in diese Klänge ein. Eine sehr intensive Begegnung mit dem eigenen Körper und Klängen, die man einfach überall spürte ! Intensiv war auch die sogenannte ‚Dunkelbar‘. Wie erschmecke ich saisonale Gaumenfreuden in absoluter Finsternis? Betrieben von einem Blinden, wurden wir zunächst unsicher tastend hineingeführt ins absolute Dunkel, um etwa Kaffee und Kuchen auf eine ganz andere, neue Art zu geniessen. Es wurde gelacht und auch getuschelt, weil man erstmal sehr unsicher in dieser ungewohnten Situation war. Eine ganz neue Erfahrung! (von der es aus verständlichen Gründen keine Fotos gibt.)

In weiteren Räumen des Schlosses fanden sich unter anderem eine grosse Ahnengalerie sowie Gedichte und Geschichten von Goethe bis Kükelhaus an den Wänden, die zu den von uns gemachten Sinnesefahrungen sehr gut passten.

Die Zeit verging wie im Fluge, dabei hatten noch gar nicht alle von uns Alles sehen können. Dennoch wurde es recht bald Zeit, Richtung Abendessen aufzubrechen, und so ging es mit dem Bus weiter nach Lahnstein. Das Restaurant Burg Lahneck, mit bester Aussicht aufs Lahntal, war am Ende der passende Ort für unser aller leibliches Wohl.

Bei einem sehr leckeren Abendessen liessen wir den Abend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen. Später genossen wir noch einmal die Aussicht und traten dann satt und zufrieden die Heimreise an.  Unsere Rückkehr nach Forstmehren erfolgte wie geplant gegen 20:00 Uhr, und alle Teilnehmer des Gemeindeausflugs waren sich einig, dass man einen sehr schönen Tag gemeinsam verbracht hatte.

Was durchaus nach Wiederholung verlangt – die Gemeinde ist für Vorschläge aus den Reihen der Forstmehrener Bürger offen, was das nächste Ziel angeht !

Nachbericht ‚Kultur in den Häusern‘ 2018 !

In Forstmehren öffneten die Häuser ihre Türen

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr wurde auch dieses Jahr an Muttertag wieder zur „Kultur in den Häusern“ nach Forstmehren eingeladen.

Aus Wohnzimmern, Wintergärten oder Carports wurden erneut einmalige Schauplätze für Musik, Fotografie, Kunsthandwerk, Lesung, Gesang und Tanz !

Eröffnet wurde der Tag im Mehrbach-Restaurant vom Forstmehrener Bürgermeister Harald Gollek. Nach einem herzlichen Grußwort und großem Dank an die vielen ehrenamtlichen Kulturschaffenden, übergab der Ortsbürgermeister an Peter Mahnke, der ab dort gekonnt mit Anekdoten und Informationen zum Programm den Tag von Haus zu Haus begleitete.

Das Duo Sigonda begrüßte seine Gäste mit vielfältigen, internationalen  Akkordeonklängen und lud zum Mitsingen ein.

Schon eine Stunde später fand man sich in der Musik-Kuppel wieder, in der das virtuos improvisierte Zusammenspiel von Thomas Kagermann an der Geige und Mariann Backa am Flügel das Publikum zum spontanen Tangotanz animierte…

Am frühen Nachmittag unterhielt das Kasper-Theater von Elisabeth Bahlo und Helmut Vollmer mit einer Geschichte zum Muttertag die Kleinen und Großen,

während im Haus gegenüber bereits die ganze Welt der Edelsteine von Ottilie Müller zu entdecken war.

Bei Waltraud Therhaags Lesung im vollbesetzten Wohnzimmer bekamen die Zuhörer Denkanstöße und Inspirationen zum Thema „Einfach leben, wie geht das?“

Trotz des strömenden Regens wurden einige Häuser weiter an einer Wildwiese Pflanzen eingesammelt ….

…  und Kräuterfrau Klaudia Hoffmann erzählte anschließend im Wintergarten  von Elisabeth und Ernst Bahlo über die heilsame Wirkung der bekannten und vor allem auch unbekannten Wildkräuter, die vor unseren Haustüren wachsen.

Zur Stärkung lohnte sich ein Besuch bei der 2CV-Flammerie von Familie Kröll, die eine sehr leckere Auswahl an frischgebackenen Flammkuchen vom Buchenholzfeuer anboten.

Auf dem Weg dorthin konnte man ‚live‘ Handwerkskunst mit Holz oder sogar mit Eisen bewundern: Schreinermeister Frank Seifen aus Oberirsen erzählte

über seine Kurswerkstatt und drechselte dazu vor den Augen der Besucher Glückspilze aus Birkenholz für die zahlreichen Interessierten.

Gegenüber faszinierte  – wie schon letztes Jahr – der Forstmehrener Metallbildner Patrick Pütz mit seinen Schmiedearbeiten.

Die ausgestellten Werke beeindruckten ebenso wie das Zusehen während der Arbeit des Schmieds, der das rot glühende Metall vor den Augen aller mit dem Schmiedehammer formte. Auch Matthias Helbig schmiedete kräftig mit.

Ein weiteres Highlight des Tages fand im proppenvollen Zirkuswagen von Hildegunde Stamm statt: Das „Duo Feschmir“ gastierte dort und unterhielt die

Besucher mit Akkordeon, Geige und Gesang. Robert Haas aus Mehren und Thomas Kagermann aus Forstmehren sind zweifelsfrei DAS Duo Feschmir !

Am Zirkuswagen konnte man so inspiriert auch selbst zum Künstler werden und sich an der Arbeit mit Speckstein ausprobieren.  Oder einfach nur die selbstgemachten Wäller-Reibekuchen probieren….

Freunde der Malerei bekamen im Zirkuswagen ebenfalls Einiges zu sehen, und bei einer eigenen Foto-Ausstellung im Tonstudio am anderen Ende des Dorfes beeindruckten großformatige Bilder zum Thema „Kathedralen“.

Vor Ort geschossen, farblich nachbearbeitet und auf Fotopapier gedruckt – alles aus einer Hand – von Peter Rüsing aus Forstmehren.

Während Peter Mahnke in einem Wohnzimmer Gedichte & Balladen von z.B. Schiller und Goethe lebendig werden ließ, wurde sich im Haus von Helmut Vollmer über Erfahrung und Wirkung von Meditation ausgetauscht.

Am Nachmittag füllte sich bereits das nächste Wohnzimmer mit zahlreichen Besuchern, um dem JuniChor, geleitet von der Berliner Musikerin Simone Reifegerste, zu lauschen und bei bekannteren Liedern ebenfalls begeistert mehrstimmig mitzusingen.

Zum Ende des Tages lud die Canto-MitSing-Karawane aus Potsdam  im Tonstudio von Tom Dams die Gäste zum gemeinsamen Singen ein.  Unter der Leitung von Anke Bolz, mit Unterstützung von Juan Mesa aus Gomera und Mikes Lücker aus Seelbach gab es von und mit allen Anwesenden „Lieder für die Nachbarschaft“ – ein schöner Abschluss.

Die vielen Eindrücke des Tages konnten im Anschluss beim gemeinsamen Ausklang am Lagerfeuer ausgetauscht werden.

Trotz des regnerischen Wetters kamen wieder viele begeisterte Besucher nach Forstmehren und nach so viel positiver Resonanz wird es auch 2019 wieder „Kultur in den Häusern“ in Forstmehren geben.

 

Programm für ‚Kultur in den Häusern‘ 2018 steht!

(Foto: Peter Rüsing, Forstmehren)

Am Sonntag, den 13. Mai 2018 (Muttertag) wird in Forstmehren wieder die ‚Kultur in den Häusern‘ stattfinden. Das handgemachte Programm ist dieses Jahr noch vielfältiger als beim ersten Mal. Unter dem Motto „Kultur ist alles, was wir selbst erschaffen“ ergibt sich eine lebendige und bunte Mischung aus Handwerkskunst, Musik, Tanz, Kräuterkunde, Lesungen und Vielem mehr.   Das ist Kultur zum Anfassen und Mitmachen für Jung und Alt. Man kann selbst zum Künstler mit Speckstein werden, feine Holzarbeiten an der Drechselbank erleben oder sich vom Schauschmieden begeistern lassen. Der Spaß an der Sache, und die verschiedenen Häuser im Dorf als kleine Kulturbühnen zu nutzen, ist hierbei das Besondere. Es stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Alle Häuser sind fußläufig zu erreichen und der Eintritt ist wieder frei.

Weitere Informationen und das komplette Programm sowie ein Poster finden sich hier als Bilder oder weiter unten als PDF zum Download.

 

KidH 2018_Flyer_4-Seiter_final

KidH 2018_Poster_druck.pdf

 

Forstmehrener Kulturstifter 2018 – Foto: Peter Rüsing, Forstmehren

Vorankündigung und Aufruf ‚Kultur in den Häusern‘ – 13.05.2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am Sonntag, den 13. Mai 2018 (Muttertag) soll in Forstmehren zum zweiten Mal die ‚Kultur in den Häusern‘ stattfinden. Die Veranstaltung wurde im Mai 2017 aus der Taufe gehoben und stieß auf so große Resonanz, dass gleich die Fortsetzung für 2018 gewünscht wurde. Die Planung hat begonnen und wir sind sehr gespannt !


Auch dieses Jahr wollen wir -über den ganzen Tag verteilt- verschiedene kulturelle Angebote präsentieren. Es sind alle im Dorf aufgerufen, die selber etwas Kulturelles zeigen oder sich helfend betätigen wollen.

Kultur ist alles, was wir selber schaffen (und auch vorzeigen möchten). Das kann eine Sammlung von speziellen Objekten sein, Kunsthandwerk aller Art, Selbstgeschneidertes oder besondere Pflanzenzucht. Auch das Kochen oder Bierbrauen ist -genau wie Musik, Tanz und Malerei- eine weitere Form der Kultur. Es soll dabei nicht darum gehen, was besser oder spektakulärer ist.
Der Spass an der Sache, und die verschiedenen Häuser im Dorf als kleine Kulturbühnen zu nutzen, ist hierbei das Besondere. So empfanden auch die zahlreichen Besucher letztes Jahr.

Wer nicht selbst aktiv sein will, kann in seinem Haus Kultur stattfinden lassen. Wir beraten gerne und teilen die Erfahrung vom letzten Jahr. Und freuen uns auf Eure Ideen und Eure Mithilfe! Weitere Informationen unter 02686 – 1006 oder Email Ortsbürgermeister Harald Gollek: gollek-forstmehren@gmx.de